| Thailand - Nord Thailand |
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Nord
Thailand |
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Mekong Fluss |
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| Nord Thailand | Süd Thailand | Phuket | ||
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Nach einem langen Flug landete das Flugzeug in Bangkok. Auf den Strassen
herrschte schon reger Betrieb. Für mich war es aber noch mitten in der
Nacht. Im Hotel "Landmark" bekam ich ein Zimmer im 29. Stockwerk. Dort
wollte ich nur Eines: Schlafen gehen, denn im Flugzeug hatte ich kein
Auge zumachen können. |
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Aber
bald stieg ich wieder aus dem Bett. Wie kann man nur an schlafen denken,
wenn man in einem fremden Land ist, wo eine Menge Neuigkeiten zu sehen
sind. Ich ging auf die Strasse. Es war die berühmte "Sukhumvit Road", dort ist es viel zu sehen und zu kaufen. Anfangs fühlte ich mich noch etwas schläfrig, doch allmählich wurde ich wieder ganz wach. Die vielen Läden und Stände waren herrlich zu zusehen. Ich kaufte sogar einige T-Shirts: teure Markenartikel. Keiner sollte wissen, dass es nur billige Imitationen waren. Als ich am nächsten Morgen in der Lobby sass, traf ich eine junge Frau, die mit mir die Nordthailandreise, und später auch den Süden bereisen sollte. |
| Ich mochte sie vom ersten Moment und meinte, dass wir es gut haben würden zusammen. Später wurden noch andere Leute in anderen Hotels abgeholt. Als alle Mitreisenden beisammen waren, konnte die längste Strecke nach Sukhothai beginnen. Zuerst hielten wir in Ayutthaya an um einige Ruinen zu besichtigen. Dann folgte Saraburi, wo der Fussabdruck der Lord Buddha zu betrachten war. |
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In Lopburi waren einige Tempel
zu besichtigen. Hier gingen aber mehr Affen als Menschen über die Strasse. |
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| Sie sassen auf Bäumen und auf den Dach des Zuges und liessen sich nach Bangkok und zurück fahren. Sie sassen auch auf den Balkonen und Dächern der Häuser. Sie waren einfach überall. Kein Wunder, dass die Fenster der Häuser vergittert sind. Am Nachmittag machten wir eine Flussfahrt und anschliessend besuchten wir einen Markt, wo es mir übel wurde. Stinkendes Fleisch und Fische lagen dort, die mit Fliegen übersät waren. Ich musste aus dem Gedränge heraus um wieder frische Luft zu bekommen. | ||
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Gegen Abend war Sukhothai erreicht, wo noch die Tempel besucht wurden.
Am Abend ging jeder seinen eigenen Weg. Am nächsten Tag sollten wir nach Lampoon reisen. Eine kleine Ortschaft, wo der Bus durch fuhr, schien in Feststimmung zu sein. Die Reiseleiterin, wollte wissen, was hier los war und ging nachfragen. Sie erfuhr, das viele Söhne der Familien zu Mönchen geweiht worden waren. Umzüge führen durch die Strassen und überall herrschte Feststimmung. Wir sahen uns das unverhoffte Schauspiel an. Die Leiterin war verschwunden, kehrte aber kurz darauf wieder zu uns und erzählte aufgeregt, dass wir alle bei einer Familie eingeladen seien. Als wir, immerhin 13 Personen, das Haus betraten, war das eigentliche Fest zwar schon vorbei. Der Sohn und ein älterer Mönch sassen auf dem Boden auf einem Teppich. |
| Auf einem
anderen Teppich, mitten im Raum stand ein Stellage, das mich an einen
Christbaum denken lies. Natürlich fehlten die Rauchstäbchen nicht. Uns
wurde ein Getränk angeboten, das wie gezuckerte Zitronenwasser
schmeckte. Wir setzten uns zwischen der Familie auf den Boden und kamen
nicht aus dem Staunen heraus. Dies war ein Ereignis, das nicht im
Reisprogramm stand. Am Abend erreichte der Bus Lampoon, wo wir zuerst einige Tempel besichtigen durften. Dann ging es weiter nach Chiang Mai, wo unser Hotel stand. Wir hatten kurz Zeit uns zu erfrischen und fuhren anschliessend zu einem Lokal, wo dass Essen während einer Schau serviert wurde. Die Tänze erinnerten mich sehr an Bali. |
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Nach dem Essen gingen wir über die Strasse zu einem anderen Lokal um einer anderen Schau beizuwohnen. Dabei ging es um das Leben der Bergbewohner. Jeder vertraute darauf, dass ich mich um den Senior der Gruppe kümmerte. Er war ein Mann von 80 Jahren, der alleine reiste. Er war zwar sehr rüstig, aber er irrte manchmal in der Gegend herum. Ich hatte ihn liebevoll "Papachen" genannt und sorgte dafür, dass er nicht verloren ging. Bevor wir spät Abends das Hotel erreichten schlief Papachen schon im Bus, so dass ich ihn wecken musste. |
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Am Morgen fuhren wir nach Wat Doi Suthep. Dort waren 290 Stufen
hinaufzugehen auf einer Treppe, deren Geländer aus einer Schlange
bestand. Natürlich aus Stein. Obschon ich keine Lust dazu hatte, so weit
hinauf zu klettern, tat ich es doch. So schwierig war es gar nicht
gewesen und ausserdem hatte die Mühe sich gelohnt. Oben waren Klöster
und Tempel zu sehen. Viele davon waren vergoldet und überall waren
Mönche in ihren orangen Kleidern, die in kleinen Kämmerchen lebten.
Diese interessierten mich weniger als die herrliche Aussicht auf die
Berge, die man von hier aus hatte. Anschliessend ging die Fahrt zu einer Werkstatt für Regen- und Sonnenschirme. Daneben sassen Studenten, die ihr Geld mit Malen verdienten. Ich liess auf mein neues T-Shirt eine Palme malen. Weiter standen noch Besichtigungen bei einem Goldschmied und einer Seidenfabrik auf dem Programm. Gelegentlich machte Papachen sich auf und davon. Und ich musste ihn immer wieder zurück holen. Zum Glück war er abends sehr müde und ging früh ins Bett. |
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Am nächsten Morgen hiess es
wieder früh aufstehen um als erstes eine Orchideenfarm zu besichtigen.
Das war eine Pracht für sich. Die Fahrt ging weiter in ein Elefantencamp. Zuerst machten wir einen Ritt auf dem Rücken eines Elefanten. Papachen und ich wurden natürlich auf dasselbe Tier platziert. Am Anfang fühlte ich mich nicht so glücklich auf dem Elefant. Doch schon bald gewöhnte ich mich an das Schaukeln, und vergass es sogar, weil mein Begleiter eine richtige Klatschtante war. Wir ritten ein Stück durch den Urwald und dann durch einen Fluss. Als wir abgestiegen waren, wurden die Elefanten im Fluss gebadet, um dann sauber an einen Schau teilzunehmen. Sie mussten zeigen, welche Lasttiere sie waren und schleppten Baumstämme herum. |
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Danach wurde im Camp gegessen und anschliessend sollten wir mit einem Floss über den Fluss fahren. Selbstverständlich gingen Papachen und ich zusammen. Ein starker, junger Mann stand vorne auf den zusammengebundenen Balken, um mit einem langen Stab das Floss über den Fluss zu lenken. |
| Es war
herrlich, so durch den Urwald zu treiben. Bunte Vögel flogen über uns.
Jene die in den Bäumen sassen, sangen ihre schönsten Lieder, die aber
von kreischenden Affen gestört wurden. Farbige Schmetterlinge flogen uns
um die Ohren. Es schien wie im Märchen. Sogar Papachen war still, bis
ein Mann auf einem anderen Floss sich uns näherte, der Getränke und
Snacks verkaufte. Papachen kaufte eine Cola vom treibendem Supermarkt
und war wieder zum Leben erweckt worden. Er fing wieder zu reden an. In der Nähe von Chiang Rai, am Kok River, stand das nächste Hotel. Vom Zimmer aus konnten wir auf den Fluss sehen, der sich durch die herrliche Vegetation schlängelte und wohinter Bergen lagen. |
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Unsere Leiterin hatte gesagt, wir sollten Seife und Shampoo vom Hotel mitnehmen, falls wir sie selber nicht brauchten, weil wir am nächsten Tag zu den Bewohnern in die Berge fahren würden, die diese Sachen gerne entgegen nähmen. Hätte sie das früher gesagt, dann hätten wir diese Utensilien schon eher sammeln können. |
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Die
nächste Tagestour ging weit nach oben in die Berge zum Dorf Doi Tung, wo
die Bewohner zwar warme Pullovern trugen, aber barfuss gingen. Viele
Frauen hatten kaum noch Zähne in ihren Mündern und kauten mühsam auf
Betelnüssen. Ein roter Saft lief aus dem Mund, was den Eindruck
erweckte, als ob sie bluteten. Die Kinder bettelten. Sie bekamen
Süssigkeiten, von mir aber Kugelschreiber. Ein kleines Mädchen fiel mir
besonders auf. In einem Tuch auf den Rücke trug sie ein kleineres Kind.
Sie rannte mit den anderen herum und schrie nach Geschenken. Das grosse
Baby auf den Rücke rührte sich nicht und schlief wie ein Herrgöttchen.
Ich fragte mich, welche Drogen dieses Baby bekommen hatte. Das nächste Dorf das wir besuchten, wirkte schon fortschrittlicher. Es hatte schon elektrischen Strom. |
| Das
dritte Dorf war schon sehr modern. Dort standen neue Häuschen und die
Menschen hatten sogar Leitungswasser wie auch Strom. Bei einem
Kindergarten hielten wir an. Die 2 bis 5 Jahre alten Kinder schliefen
und mussten zuerst geweckt werden. Sie wuschen sich Hände und Gesicht
und stellten sich fügsam und noch verschlafen in einer Reihe auf, um ein
Lied zu singen. Es wirkte rührend. Da ich keine Süssigkeiten mitgenommen
hatte, gab die Reiseleiterin mir eine Tüte mit Inhalt. Nach dem Gesang
hoben sie die Shirts, damit wir unsere Spenden hinein legen konnten. Wie
dressierte Äffchen standen sie da. Etwas unterhalb im Dorf standen
Frauen, aus deren Mündern roter Saft floss. Die Fahrt ging weiter zum nördlichsten Punkt Thailands an die Grenze zu Myanmar (Birma). Der nächste Halt war im "Goldenen Dreieck.“ Wer wollte, konnte mit einem Schnellboot über den Mekong an Myanmar und Laos vorbei sausen. Nur zwei von unserer Gruppe hatten Interesse daran. Papachen und ich schlenderten durch die gemütliche Gasse. Er stellte tausend Frage über die Drogen, die hier früher angebaut worden waren. Aber darüber wusste ich zu wenig Bescheid, um seinen Wissensdurst zu befriedigen. Zum Glück ging er früh ins Bett. |
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So konnte ich mit zwei anderen Frauen auswärts essen gehen. Wir liessen
uns im fernen Asien auf einer Terrasse mit einer Pizza verwöhnen.
Anschliessend wanderten wir über einen Markt, wo alle möglichen teuren
Markenartikel wie Uhren, Leder, Kleider und alles was man nur haben
wollte, für wenig Geld erhältlich war. Es waren natürlich billige
Imitationen. Am Morgen darauf fuhren wir zuerst mit einer Rikscha durch die Stadt, um einen Tempel zu besichtigen, und dann folgte der weite Weg zurück zu Chiang Rai, wo eine Übernachtung folgte. Schliesslich hiess es Abschied nehmen. Am Abend sollte ich mit der jungen Frau zurück nach Bangkok fliegen. Wir versuchten eine frühere Maschine zu bekommen. Das gelang uns, aber wir mussten hinzu bezahlen, weil nur noch Erste Klasse-Plätze übrig waren. Wir nahmen das Angebot an und erreichten trotzdem sehr spät am Abend das Hotel in Bangkok. |
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Dort lag schon ein Fax für mich bereit, worauf stand, dass ich um viertel vor fünf am Morgen abgeholt werden sollte, um in den Süden zu fahren. Das nenne ich "Urlaub machen.“ |
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Joyce |
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