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Mykonos |
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| Mein Hotel lag weit über der Stadt Mykonos. Es war einfach, aber verfügte über ein Schwimmbad, dessen Wasser allerdings eiskalt war. Als ich die Umgebung angesehen hatte, wo jedoch nichts zu erleben war, entschloss ich mich dazu, in die Stadt zu gehen. Man hatte mir den kürzesten Weg gezeigt. |
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Neben der Garage, die ein Stück weiter entfernt lag, musste ich über einen steilen Pfad nach unten gehen. Auf halbem Weg stand eine Mühle, so weiss, als wäre sie mit Persil gewaschen. Darunter lagen die Dächer der weissen Stadt. In der Ferne war eine Reihe Mühlen zu sehen, die nahe am Meer stehen. Ich hatte die Stadt mit ihren engen Gassen und den vielen Läden und Restaurants gefunden. Auch am Hafen war es sehr gemütlich. Auf meinem Streifzug begegnete ich Petros. | |
| Es war ein Pelikan, das Maskottchen der Insel, der watschelnd durch die Strassen lief. Mir gefiel es hier. Am späten Nachmittag ging ich zum Hotel zurück. Es war eine eigentliche Klettertour wieder hinauf zu kommen. Öfter blieb ich stehen, um die Stadt unter mir zu betrachten. Um ehrlich zu sein, waren die Pausen dazu, um |
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Traumhaftes Mykonos |
wieder zur Atem zu kommen. | |
| Bevor ich mein Zimmer betreten konnte, musste ich über eine Menge Katzen steigen. Ich ging zuerst über die Strasse, um im Supermarkt Katzenfutter kaufen. Als ich wieder beim Zimmer war, sassen sie alle noch dort und warteten darauf |
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gefüttert zu werden.
Anschliessend legte ich mich an den Pool, um unter der Sonne zu
faulenzen. Als ich am Abend wieder in die Stadt gehen wollte, sassen
wieder vier Katzen vor meiner Zimmertür. Jede bekam eine handvoll Futter
und dann ging ich wieder den Berg hinunter. |
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| Dies war nicht der Strand, von dem ich gelesen hatte. Also kletterte ich wieder alle Stufen hinauf, um auf der Strasse weiter zu gehen und dann wieder Treppen hinabzusteigen.Hier lagen Menschen, die wenig Bekleidung auf der Haut trugen. |
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Ich legte mich in
die Sonne und schwamm im klaren blauen Wasser. Am nächsten Morgen suchte
ich das Schiff,das nach Delos fuhr.
Auf der Insel angekommen, schlenderte ich an den Ruinen vorbei, die
schon über 2000 Jahre alt sind. Sie wirkten imponierend. Ich suchte nach
den Löwen, die man auf jedem Prospekt sehen kann und fand sie noch
ziemlich gut erhalten. Am Nachmittag fuhr ich zurück und fand wieder
eine Schar Katzen vor meiner Zimmertür. Ich fütterte sie. |
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Die Löwen von Delos |
Schliesslich ging ich zur Rezeption, um den |
| jungen Mann, der tat als arbeitete er dort, zu fragen, was da los sei. Er drehte eine Nummer und überreichte mir den Hörer. |
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Ich sagte, dass ich schon am Hafen sein solle. Stille herrschte. Ich gab
dem Jungen den Hörer zurück. Ausflug wollte ich nicht auch noch verpassen. Er meinte, ich könne ihn nächste Woche nachholen. Nun explodierte ich beinahe und schrie dem Jungen zu, dass ich den Ausflug nun machen wollte. Mit Widerwille rief er an. Nach dem Gespräch sagte er, ich sollte mit ihm kommen. Er fuhr mich zum Hafen, wo das Schiff gerade ablegte. Ein Mann kam auf uns zu und bat mich mit ihm zu kommen. Ich stieg in sein Auto ein und wir fuhren zu einem anderen Hafen. |
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| Unterwegs erzählte ich ihm von meinem Frust. |
Ägöische Meer |
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Er rannte später zu einem Gebäude und kam mit einem
Ticket heraus, das er mir überreichte. Dann raste er zu einem Schiff, wo
ich einsteigen sollte. Nun musste ich nur noch auf der Insel meine
Gruppe finden. Wie üblich hatte es heftige Wellen in der Ägäis. Ich konnte mich auf dem grossen Luxusschiff kaum auf den Beinen halten. Als Tinos erreicht war, rannte ich von Bord und folgte den Anweisungen, die ich im Auto bekommen hatte. Ich suchte ein Taxi. Damit fuhr ich die Strasse hinauf zur Kirche, die weit oben lag. Dort sollte ich meine Gruppe finden. Der Leiter musste eine rote Kappe tragen. Hier waren aber so viele Gruppen unterwegs, dass ich es für das beste hielt, unten an der Treppe zu warten. Schliesslich entdeckte ich vor einem Nebengebäude eine Gruppe, deren Leiter eine rote Kappe auf dem Kopf hatte. Ich starrte ihn an. Er winkte mir zu. Ich ging zögernd zu ihm. Als ich merkte, dass er deutsch sprach, war ich mir sicher, den richtigen gefunden zu haben. Wir setzten die Tour fort, deren Anfang ich verpasst hatte und beim Mittagsessen, setzte ich mich zu Thomas und einer Deutschen an den Tisch. Ich erzählte, dass ich schon zum zweiten Mal vergessen worden war. |
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Tinos.Evangelistria Tempel |
Thomas sagte sofort, dass Andrea schuld daran war. Sie war faul. Ich kannte Andrea |
| zwar nicht, aber faule Menschen gab es hier. Auf jeden Fall waren sich beide einig darüber, dass das, was mir passiert war, eine Schande war. |
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Nach dem
gemütlichen Essen fuhren wir durch eine hügelige Gegend, wo überall
Taubenhäuschen standen. Es waren
keine Taubenschläge wie bei uns. Nein, es waren richtige Häuschen. Bevor
wir auf das Schiff mussten, hatten wir noch viel Zeit. Ich schlenderte
die Strasse zur Kirche auf und ab und sah mir die heiligen Utensilien
an, die verkauft wurden. |
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| den nächsten Ausflug abgeholt würde. |
Merkwürdige Tabenhäuschen auf Tinos |
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Der Tag war
gekommen um den Ausflug nach Syros zu machen. |
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Syros |
So wie hier hatte ich noch keine griechische Insel im Herbst gesehen. |
| Andere
wirkteneher verdorrt. Wir besuchten einige Dörfer, bevor es zum Hafen
ging. Aber es sollte noch zwei
Stunden dauern, bis dass Schiff kam. In der Wartezeit wanderte ich den
Hafen entlang. Später erfuhren wir, eine weitere Stunde Verspätung zu
haben. Es war schon nach elf Uhr, als ich vor dem Hotel ankam. Das Häuschen, wo sich Rezeption befand, lag schon im Dunkel. Es sollte aber bis zwölf Uhr geöffnet sein. Ich war so blöde gewesen, am Morgen meinen Schlüssel abzugeben. Wie kam ich nun bloss in mein Zimmer? Überall war es dunkel. Ich meinte, ein Polizeiauto fuhr heran und hielt es an in der Hoffnung, die Männer könnten meine Zimmertür öffnen. Sie verstanden mir nicht. Sie waren von einem Abschleppdienst. Ich lief mit pochenden Herzen zum naheliegenden Hotel und hoffte, dort könnte mir einer Helfen. Aber dort kannten sie die Telefonnummer des Faulpelzes nicht. Verzweifelt ging ich wieder zu meinem Hotel und versuchte die Tür zur Rezeption |
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| aufzubrechen, was mir natürlich nicht gelang. Ich sah die Liegebetten am kalten |
Syros im brennende Sonne |
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Pool und hatte nicht die
geringste Lust dazu, dort zu übernachten, weil es in der Nacht schon
empfindlich kühl war. Schliesslich entdeckte ich, dass in einem der Zimmer Licht brannte. Ich klopfte an die Tür. Ein junger Mann, der nur Unterhosen trug, fragte was ich wollte. Ich erzählte von meiner Notlage. Er zog ein paar Jeans an und ging mit mir zur Rezeption. Er versuchte die Türe zu öffnen, aber es gelang ihm vorerst auch nicht. Dann untersuchte er die Tür an allen Ecken und schliesslich gelang es ihm, sie ohne Schaden aufzumachen. Ich fragte mich, was er wohl beruflich machte. Die ganze Zeit hatten wir in englischer Sprache einander zugeflüstert. Wir könnten Bonnie und Clyde während einen Einbruch sein. Ich schnappte schnell meine Schlüssel aus dem Regal und dankte meinem Retter für die Hilfe, während er die Tür wieder fachmännisch |
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Fähre vor Syros |
zumachte. |
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Am nächsten Tag wartete ich in der Rezeption, um zum Flughafen gebracht
zu werden. Mein Retter kam auch. |
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Mykonos |
Als er wissen wollte, |
Mykonos |
| was daran so witzig war, erzählte ich ihm, dass ich nur 20 Kilometer weiter wohnte. Nun redeten wir Schweizerdeutsch zusammen. |
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| Joyce | ||
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| 032.2006 |











