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Ägypten - Nilfahrt Luxor und Asuan |
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| Das Thermometer zeigte minus zehn Grad Celsius an, als ich in den frühen Morgenstunden in Zürich das Flugzeug Richtung Luxor bestieg. So verabschiedete ich mich von meinem kalten Land, und hoffte es wärmer zu haben, wenn ich aussteigen würde. So war es dann auch: Als ich in Luxor auf einem Nilschiff das Mittagessen einnahm, schwitzte ich in meinen warmen Winterkleidern. | |
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Als wir dann endlich unsere Zimmer auf der "HS Radamis 1" beziehen konnten, beeilten sich alle Reiseteilnehmer, sich von der Winterbekleidung zu befreien. Unsere Gruppe bestand aus drei Pärchen aus der Deutschschweiz, einer Dame aus dem französischen Teil der Schweiz und mir. Als wir die Zimmer bezogen hatten und uns in leichteren Kleidern wieder versammelt hatten, konnte die Reise beginnen Als erstes besichtigten wir den Tempel von Luxor. Seine hohen Säulenreihen sind gigantisch. Wir lernten auch die Unterschiede zwischen den ober- und den unterägyptischen Säulentypen zu erkennen. Die einen haben am Oberteil eine Papyrus- und die |
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HS.Radamus I |
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| anderen eine Lotus-Abbildung. Es ist kaum zu fassen, wie die Menschen schon Jahrtausende vor der Geburt Christi solche monumentalen Gebäude errichten konnten. Nach dem Luxortempel stand der Tempel von Karnak auf dem Programm. | |
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Diese Anlage
liegt am Nil. Auch sie ist beeindruckend. Als die Besichtigung beendet
war, war es aber noch zu früh, um wieder auf das Schiff zu gehen. |
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| Da der Abend noch jung war und keiner daran dachte, ins Bett zu |
Luxor. |
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gehen, machten wir es uns noch an der Bar gemütlich. Am nächsten Morgen mussten wir schon um fünf Uhr aufstehen und beim Frühstück beeilen. Ein Bus fuhr uns zum Tal der Könige. Es dauerte eine Weile, bis wir über die Brücke gehen konnten, die ziemlich ausserhalb der Stadt liegt. Der Verkehr wird nämlich so gut es geht von der Stadt ferngehalten. Die Altertümer sollen so geschont werden, damit auch unsere Urgrosskinder sie noch bestaunen können. Es war noch früh am Morgen als wir im Tal der Könige ankamen. Inzwischen war es hell geworden. Und wir waren nicht die Einzigen hier: |
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Scharen von
Touristen standen da und warteten bei klirrender Kälte, um mit einer
Bahn zu den Gräbern befördert zu werden. |
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Tal der Könige |
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Dann mussten
wir einen Alabasterladen anschauen. Endlich kamen wir zurück zum Schiff.
Als auch die letzten Passagiere wieder zurück gekommen waren – Araber,
Skandinavier, Japaner und wir – konnten endlich abgelegt werden. |
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Totentempel Deir al Bahari |
| Wir fuhren weiter. Auf einmal sah ich nur eine graue Wand vor dem Fenster. Wir waren in der Schleuse. Voller Spannung sah ich zu, was weiter geschah. Das Boot stieg höher. Ich bekam ein Kribbeln im Bauch bei dem Gedanken auf einem grossen Schiff |
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zu sein, das
wie in einer riesigen Schachtel lag und vom Wasser hochgehoben wurde.
Allmählich sah ich den Rand des Ufers. Wir stiegen weiter und die
Landschaft war wieder zu erkennen. |
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Schleuse von Esna |
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Wir verbrachten die Zeit auf dem Sonnendeck. Am Nachmittag erreichte das Schiff Edna, wo wir an Land gingen um den Horus-Tempel zu besichtigen. Alle waren in Eile. Schliesslich waren wir wieder auf dem Schiff zurück und mussten warten, bis die Letzten mit Verspätung gemütlich eintrudelten. |
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Die Fahrt
konnte weitergehen. Spät am Abend blieben wir vor Kom Ombo liegen. Am
Morgen wurden wir um fünf Uhr geweckt. Um sechs Uhr standen wir vor dem
Tempel vom Kom Ombo. Ich hatte eine Schachtel mit Proviant mitbekommen;
die anderen sollten nach der Besichtigung das Morgenessen an Bord
einnehmen. Mein Paket war gross und schwer. Ich öffnete es und zu meinem
Schrecken befand sich darin ein Frühstück, das für eine Armee
ausgereicht hätte. Ein Brötchen ohne etwas drin ass ich sofort während
ih warten musste bis die Anlage geöffnet wurde. Ein anderes Brötchen mit
Fleisch schenkte ich einem der Wärter. |
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Tempel Kom Ombo |
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Ein Mann kam auf uns zu. Jasir sagte, dass ich mit ihm zu gehen hätte. Er sollte mich nach Assuan zum Flughafen bringen. Die anderen konnten wieder am Bord gehen um sich verwöhnen zu lassen. Ich liess mich – mit einem Reiseleiter, einem Chauffeur und einem bewaffnete Polizisten, der zu meinem Schutz mitfahren musste – in rasendem Tempo nach Assuan fahren. |
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Der
Polizist hätte besser den Fahrer daran zu hindern versucht den Fuss auf
das Gaspedal zu drücken als nach Entführern und anderen Banditen
Ausschau zu halten. Wir erreichten den Flughafen aber trotzdem heil. |
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In der Kom Ombo Tempel |
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Ich, als einzige Europäerin, hatte einen Erste Klasse-Platz erhalten. Als wir in der Luft waren bekam ich einen heissen Kaffee serviert. Die Japaner mussten sich mit einem kleinen Kartonbecher mit Fruchtsaft zufrieden geben. Nach einer halben Stunde erreichte die Maschine den Flughafen von Abu Simbel. |
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Die Japaner
bestiegen Busse, welche vor dem Flughafen auf sie warteten. Ich
erwartete jemanden, der mich abholen sollte. Aber niemand war da. |
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Abu Simbel. Tempel Ramses der II |
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Meine
Augen waren auf die riesigen Statuen von des Ramses II geheftet.
Deretwegen war ich ja auch hierher gekommen. |
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Wandgemälden zu bewundern.
Vor dem zweiten Tempel, der auch gewaltig, aber weniger gigantisch als
der erste war, ging ich wieder hinein statt in ein Buch zu schauen.
Es war wirklich
beeindruckend als kleines Menschenkind diese Kolosse zu sehen, die von
Menschenhand geschaffen worden waren und ausserdem – wegen dem Bau des
Assuan-Staudammes – abgebrochen und originalgetreu etwas höher oben
wieder aufgebaut worden waren. Nach der Besichtigung durfte ich allein
die Halbinsel erkunden. Inzwischen hatte ich meinen Reiseführer wieder
verloren. Da viele Japaner sich wieder auf den Weg zum Parkplatz begaben, ging ich auch dort hin. Ich stieg in einen der Busse und liess mich zum Flughafen fahren. Dort holte ich die Bordkarte und flog erneut erster Klasse nach Assuan zurück. Dort stand der Reiseleiter, der mir mein Taschenmesser zurück gab. Ich stieg ins Auto. Der Chauffeur entschuldigte sich für sein Rasen auf dem Hinweg – er hatte sich beeilen müssen, um mich rechtzeitig zum Flughafen zu bringen. |
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Assuan |
| Ich wurde nun zum Staudamm gebracht, wo Jasir auf mich warteten. Es wurden ein paar Zahlen |
und der
Rest meiner Gruppe über das Bauwerk erzählt. Dann
schlenderten wir zum Hafen, wo viele kleine Boote lagen. Wir bestiegen
eines davon und liessen uns zum Tempel von Philae fahren, der wegen des
Stausees auch in die Höhe hatte versetzt werden müssen. Damit war die
Reise eigentlich beendet. Am Morgen mussten wir unsere Zimmer räumen. |
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Tempel Philae |
Philae |
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| Aber da wir erst am Nachmittag weiterfliegen konnten, wurde uns ein Ausflug mit einem Boot zum Katarakt angeboten. | ||
| Wir
bezahlten gerne den Preis, der meines Erachtens erneut zu hoch war. Ich dachte, dass Jasir sich dank den Touristen bald seine neue Wohnung kaufen konnte. Zuerst fuhren wir zu einem Naturreservat, wo Pflanzen aus aller Welt gedeihen. Dann ging die Fahrt weiter zu einem Ort, wo Nubier leben. Unterwegs war in der Ferne ein Kamelmarkt zu erkennen. An Land bahnten wir um "Häufchen" herum, die von Ziegen und Eseln stammten, einem Weg nach oben, bis ein Haus erreicht wurde, in das wir herzlich eingeladen wurden. Das Haus bestand lediglich aus vier Wänden ohne Dach. Wozu auch ein Dach, denn hier regnet es ja so gut wie nie. Auch einen Staubsauger braucht es hier nicht: Man muss nur gelegentlich mit einer Harke den Sandboden "umpflügen". Wir setzten uns auf die Bänke, die den bemalten Wänden entlang standen und liessen uns mit Hibiskustee verwöhnen. Nach einer Weile bestiegen wir wieder das Boot, um durch den Katarakt zurück zu fahren. Auf dem Schiff holten wir unser Gepäck ab, um anschliessend zum Flughafen zu fahren. |
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Nubisches Dorf |
| JOYCE | ||
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| 028.2005 |














